• Allein gegen die Seelenfänger - Meine Kindheit in der Psychosekte in Rheinland-Pfalz - Trier

Allein gegen die Seelenfänger - Meine Kindheit in der Psychosekte

3 €
54290 Trier
29.03.2017  

Details

Kategorie
Bücher & Zeitschriften
Art
Unterhaltungsliteratur

Beschreibung

Allein gegen die Seelenfänger
Der Ausstieg der Lea Saskia

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"Allein gegen die Seelenfänger", Lea Laasner
Die junge Zürcherin Saskia Laasner hat mit ihrem Buch, in dem sie den Aufenthalt in der esoterischen Ramtha-Gemeinschaft und den Ausstieg schildert, international für Aufsehen gesorgt. Ein Ziel des Buches war die persönliche Verarbeitung traumatisierender Erfahrungen. Christian Ruch hat das Buch für die Beratungsstelle „Infosekten“ zusammengefasst und kommentiert.

Auf den ersten Blick wirkt sie wie eine ganz normale junge Schweizerin Mitte zwanzig. Doch wenn Lea Saskia Laasner erzählt, was sie als Kind und Teenager durchmachen musste, enthüllt sich eine Biographie, die unglaublicher kaum sein könnte – wobei das Attribut „unglaublich“ nicht heissen soll, dass man Lea Laasner nicht abnimmt, was sie erzählt, ganz im Gegenteil, vermittelt sie doch eine grosse Glaubwürdigkeit. „Unglaublich“ ist ihre Geschichte, weil man einfach fassungslos ist, wenn man sie hört bzw. liest.
Einfallstor Esoterik

Lea Laasner wurde 1980 geboren und wuchs in den behüteten Verhältnissen einer Gemeinde im Grossraum Zürich auf. Die familiäre Idylle bekam jedoch Risse, als sich die Mutter immer stärker esoterischen Praktiken zuwandte und auf das im Buch „Janet“ genannte Medium Julie Ravel aufmerksam wurde, das Botschaften des Geistwesens „Ramtha“ channelte.

Der Vater stand der Begeisterung für Janet und Ramtha anfangs wohl eher etwas skeptisch gegenüber, aus Angst, seine Frau zu verlieren, zog er jedoch bei allem mit und war deshalb sogar bereit, sein florierendes Architekturbüro zu verkaufen, um sich mit der ganzen Familie der aus rund 40 Personen bestehenden Gruppe, die sich um Janet gebildet hatte und sich „Licht-Oase“ nannte, anzuschliessen. Alle Versuche von Freunden und Verwandten, diesen Ausstieg aus den gesicherten Verhältnissen eines gutbürgerlichen Lebens zu verhindern, scheiterten.
Tyrannischer Guru missbraucht Lea

Wie sich erst zeigte, als sich die Familie Laasner der Ramtha-Gruppe bereits angeschlossen hatte, war nicht das Medium Janet, sondern ihr Partner Benno Führer der Gruppe, ein Deutscher, der sich als ebenso charismatischer wie tyrannischer Typ entpuppen sollte. Die Anhänger von Janet und Benno waren überzeugt, dass eine nahe Apokalypse bevorstehe, sie aber mit Ramthas Hilfe in der Lage seien, sich in Lichtwesen zu transformieren. Die Gruppe lebte mehr oder weniger in völliger Isolation in Österreich, Bayern, Portugal und schliesslich im mittelamerikanischen Staat Belize, wo sie sich eine Farm kaufte.

Mit 13 Jahren wurde Lea Bennos Geliebte und in den folgenden acht Jahren immer wieder Opfer seiner sexuellen Übergriffe und äusserst sadistischer Sexualpraktiken. Schutz von den Eltern konnte sie längst nicht mehr erwarten, denn die Bindungen waren von Benno, Janet und der durch sie erzeugten Gruppendynamik längst zerstört worden, was dazu führte, dass Leas Vater nicht einmal protestierte, als er in die Entjungferung seiner Kinder (Leas Bruder wurde von Janet missbraucht) buchstäblich hineinplatzte.
Terror und kollektiver Wahnsinn

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Lea reagierte auf das schier unerträgliche Klima ständigen Terrors und Missbrauchs und des kollektiven Wahns, in dem sich die Gruppe befand, mit Bulimie, konnte sich aber stets einen ungebrochenen Kern und einen starken Freiheitsdrang bewahren. Mit Hilfe eines belizianischen Polizisten, in den sie sich verliebt hatte, gelang ihr schliesslich die Flucht von der sekteneigenen Farm und nach einiger Zeit kehrte sie in die Schweiz zurück, wo sie von Verwandten aufgenommen wurde. Sie kam in Kontakt mit dem Sektenexperten Hugo Stamm, der ihr half, ihre Geschichte als Buch zu veröffentlichen und auf diesem Wege auch ein Stück weit zu verarbeiten.

Ein Medienereignis

Es trägt den Titel „Allein gegen die Seelenfänger“ und schlug ein wie eine Bombe. Deutsche wie Schweizer Fernsehsender und Zeitungen stürzten sich begierig auf Lea Laasners Geschichte und schon nach wenigen Wochen war die Auflage vergriffen

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